• Startseite

CCFMC – Ein faszinierendes Projekt

Für viele klang das wie eine Befreiung, für andere aber nach Bedrohung: „Öffnet die Fenster der Kirche weit!“ Mit diesen Worten nämlich kündigte Papst Johannes XXIII am 25. Januar 1959 in Rom ein Öku-menisches Konzil für die gesamte Kirche an. Er forderte eine Erneuerung, ein „aggiornamento“, eine Annäherung der Kirche an die Bedürfnisse der Zeit.

Das Konzil – von 1962 bis 1965 – machte dann wirklich Geschichte. Es folgte eine Zeit des Aufbruchs mit einem neuen Kirchen-verständnis: Kirche als das wandernde Got-tesvolk in der Welt, in der alle – Kleriker und Laien – teilhaben am Sendungsauftrag Christi; die Öffnung zur Welt hin, ein neues Missionsverständnis als Verkündigung des Gottesreiches und als ganzheitliche Befrei-ung, Heil auch in nichtchristlichen Religio-nen. Vor allem auch die Orden wurden in die Pflicht genommen. Sie sollten sich zurückbesinnen auf die Wurzeln ihrer Charismen und diese mit neuem Leben füllen im Lichte des Konzils und der Zeichen der Zeit.
Die weltweite Franziskanische Familie hat das mit Begeisterung getan und die Aufbrüche und Neuanfän-ge auf vielfache Weise begleitet und inspiriert. Sie hat entdeckt, wie hochaktuell und brisant die Spiri-tualität des Franz von Assisi ist, hatte er doch 800 Jahre zuvor schon viele Entscheidungen des Zweiten Vatikanums gelebt und vorweggenommen. Er konnte dies, weil er sich radikal an der Botschaft des Evangeliums orientierte und sie zum Prinzip des Handelns machte. Der Schweizer Konzilsbeobachter und Jesuit Mario von Galli hat deshalb Franziskus das heimliche Thema des Konzils genannt.
Den „Grundkurs zum franziskanisch-missionarischen Charisma“ (CCFMC) kann man nur verstehen im Zusammenhang mit diesem Ereignis. Fünfzig Jahre nach dem Vatikanischen Konzil ist es an der Zeit, wieder in Erinnerung zu rufen, wie das denn war damals vor 30 Jahren, als dieses Interfranziskanische und interkulturelle Projekt mit Entdeckerlust und Offenheit gestartet wurde. Es war eine Initiative des OFM Missionsrates. Doch die römischen Kurien aller Zweige und auch die Gemeinschaften vor Ort zeigten großes Interesse an diesem neuen Fortbildungsprogramm.

Hier finden Sie den gesamten Text:

 

  • Mittwoch, 20 Juli 2016